Angebote für Kinder (5 bis 9 Jahre)

Blumen-Fadenkunst

Heute habe ich eine künstlerische Idee für Euch, die einfach ist - aber eine große Wirkung erzielt.

Mit Hilfe von einem DIN A 4 großen Papier, einem Faden und dickflüssiger Farbe (zB Acryl- oder Plakatfarbe) entstehen diese Blumen, die an Callas erinnern.

Los geht es:

  • Ihr braucht eine Unterlage, damit der Tisch nicht verschmutzt (ich habe das im Goldfisch gemacht- da war das nicht so wichtig ;) )
  • Fäden in verschieden Stärken, zB. dicken Zwirn, Stickgarn, o.ä.
  • normales weißes DIN A 4 Papier
  • einen kleinen Plastikbecher für die Farbe
  • ein dickeres Holz-oder Kunststoffstäbchen (zB vom Sushi-Essen)
  • und ggf. einen Borstenpinsel

Entscheidend für den Erfolg ist die Beschaffenheit und Dicke des Fadens. Ich habe da ein wenig experimentiert und hatte den besten Erfolg mit einem etwas reduzierten Stickgarn ( d.h. ich habe ihn um die Hälfte ausgedünnt). Möglich ist auch ein Zwirn- dann wird das Ergebnis aber sehr zart.

Bereitet nun euer Papier vor, indem ihr es einmal in der Mitte knickt und wieder geöffnet vor euch legt. Füllt jetzt etwas Farbe in den Plastikbecher und legt den Faden in diese Farbe. Der Faden sollte mind. eine Länge von 40 cm haben. Tunkt den Faden mit dem Holzstäbchen in die Farbe und lasst aber das Ende, an dem ihr den Faden in der Hand haltet, ohne Farbe. Falls die Farbe zu dick am Faden klebt, zieht den Faden einmal vorsichtig durch einen Bostenpinsel oder fahrt mit den Fingern vorsichtig am Faden entlang.

 

Ihr legt nun den mit Farbe voll gesogenen Faden langsam auf die eine Hälfte des aufgeklappten Blattes. Legt den Faden in etwa so, wie ihr das auf den Bildern seht. Das saubere Ende des Fadens hängt dann mittig unten über das Blattende hinaus.

Klappt dann das Blatt zu, haltet eine Hand auf dem zugeklappten Blatt damit etwas Druck entsteht... und zieht dann langsam den Faden heraus. Der Faden sollte möglichst mittig, möglichst an einer Stelle, aus dem Blatt gezogen werden.

Dann klappt ihr euer Blatt auf - und seid hoffentlich begeistert. Diese Technik braucht etwas Fingerspitzengefühl. Ihr könnt mit unterschiedlichen Fäden Experimente machen.

Natürlich ist es auch möglich, verschiedene Farben für einen Druck zu benutzen. Ich habe in diesem Fall Orange und Grün benutzt - und erst danach gemerkt, dass das wie eine Möhre aussieht  :)

Wenn ihr zwei oder mehrere Farben nutzt, zieht mit den Farben einen Linie auf eine Pappe oder ein Kunststoff-Tablett.. und legt den Faden dann in diese lange Farbwurst. Ich helfe immer mit dem Holzstäbchen nach, damit der Faden genug Farbe bekommt.

Eine andere gestalterische Möglichkeit ist es, die Drucke später mit Aquarell- oder Wasserfarben zu kolorieren. Ich persönlich finde das besonders interessant - und denke, dass man so wunderschöne kleine Bilder oder Postkarten selbst gestalten kann.

Probiert diese oder noch andere Möglichkeiten aus!! Drucke auf farbigem Papier ( zB weiße Farbe auf schwarzem Papier) könnte ebenfalls tolle Effekte ergeben.

 

Viel Freude mit dieser Idee!! Wenn ihr Lust habt, schicke mir gern mal ein Bild eurer Ergebnisse  :)

Liebe Grüße!

Eure Marion

Töpfern-to-go... das Eichhörnchen

Nachdem wir Anfang Februar einen Becher mit Motiv getöpfert haben, ist nun wieder ein einzelnes Tier an der Reihe! Ich habe für Euch dieses Eichhörnchen als Beispiel getöpfert und hatte viel Freude dabei. Viel Vergnügen wünsche ich euch!

Los geht es... ihr braucht:

Eine Unterlage, ein Messer, eine Gabel, einen Teelöffel, einen Schaschlikspieß, einen Borstenpinsel, etwas Wasser und Schlicker (den ihr aus wenig Ton gemischt mit Wasser selbst herstellt).

Teilt nun ca. 1/3 des Tons ab und legt ihn an die Seite. Es ist gut, diesen mit einem Tuch oder einer Folie zu bedecken, damit er feucht bleibt.

Formt aus dem größeren Stück den Körper des Eichhörnchens. Dieser sieht aus wie ein Ei.

Wenn ihr mit der Form des Körpers erst mal zufrieden seid (es ist nicht nötigt, hier zu perfekt sein zu wollen, die Form verändert sich beim weiteren Bearbeiten noch), muss dieser mithilfe des Teelöffels ausgehöhlt werden. Die Wandstärke sollte ca. 1,5 bis 2 cm betragen. Achtet beim Aushöhlen darauf, dass der untere Rand heile bleibt, damit die Figur später gut steht.

Knetet nun den Ton, den ihr aus dem Körper geholt habt, gut und einige Minuten fest zusammen, damit keine Luftblasen mehr im Ton stecken. Formt nun aus einem Teil dieser Menge den Kopf. Dieser ist hinten rund und hat vorn eine etwas spitz zulaufende Schnauze. Die Feinheiten des Kopfes werden später modelliert.

Höhlt nun auch den Kopf etwas aus und macht ein Loch in den Körper an der Stelle, wo der Kopf sitzt. Dieses Loch ist quasi "lebensnotwendig", denn ohne Loch kann die Luft aus dem Kopf nicht entweichen, d.h. euer Eichhörnchen würde ganz sicher platzen!

Schlickert nun den Kopf auf den Körper. Beim Anschlickern ist es immer wichtig, dass ihr beide Kontaktseiten vorher etwas mit der Gabel oder dem Messer anrauht, damit der Schlicker besser in den Ton zieht und die Verbindung dann auch - bei den hohen Temperaturen im Ofen - gut hält. Nach dem Anschlickern muss der Kopf so mit dem Körper verstrichen werden, dass keine "Rille" mehr zu sehen ist.

Jetzt machen wir die Füße. Formt dafür aus einer kleinen Menge Ton eine kleine Rolle, teilt diese in der Hälfte und drückt bei beiden Stücken jeweils ein Ende etwas platt. Das sieht dann aus, als wenn man Pantoffeln machen würde  :)

Die etwas platt gedrückte Stelle wird dann angerauht und an die Unterseite des Eichhörnchens geschlickert. Verbindet die Füße unbedingt auch von unten gut mit dem Körper- am besten so, dass man gar nicht mehr sieht, wo der Fuß anfängt.

Jetzt sind die Arme an der Reihe. Die Oberarme sind etwas breiter als die Unterarme. Formt diese beide vorab, damit sie einigermaßen gleich dick und gleich lang werden. Bevor ihr nun die Arme anschlickert, schneidet am Oberarm etwas Ton auf der Innenseite des Arms ab, damit die Arme nicht zu dick auftragen.

Nachdem unser Eichhörnchen Arme bekommen hat, kümmern wir uns um die Ohren. Schlagt oder rollt dazu etwas Ton platt (ca. 2 bis 3 mm) und schneidet mit dem Messer zwei gleich große spitze Ohren aus. Die Ohren sind etwas länger als sie breit sind. Formt sie nun ein klein wenig rund und schickert sie am Ende des Kopfes an.

Mein Eichhörnchen ist ein ziemlich gut genährtes Eichhörnchen, d.h. es hat natürlich auch eine Eichel in den Pfoten!

Formt dazu ein kleines Ei... und eine kleinere Kugel. Die Kugel wird platt gedrückt und auf dem kleinen Finger so geformt, dass eine Kuhle entsteht. Allein sieht das aus, wie ein winzig kleine Schüssel. Diese wird nun fest auf das Ei geschlickert. Achtet darauf, dass keine Luft eingeschlossen wird. Zudem soll die Kante zwischen Eichel und Deckel nicht verstrichen werden- damit sie möglichst echt aussieht. Mit der Spitze eines Holzspießes habe ich die  Struktur in den oberen Teil der Eichel gedrückt.

Drückt nun die Pfoten etwas flach und schlickert eure Eichel zwischen beide Pfoten.

Falls euer Eichhörnchen etwas anderes in den Pfoten halten soll, ist das natürlich möglich. Macht was euch gefällt!

Aus einer relativ großen Menge Ton wird nun der Schwanz geformt. Dieser ist unten breit und läuft oben spitz zu. Macht den Ton auf jeden Fall noch mal etwas nass, sonst reißt er beim Biegen. Dies gilt ja grundsätzlich für alle Details. Immer wenn der Ton rissig wird oder gebogen werden soll, muss er gut feucht sein. Höhlt nun den Schwanz im unteren Bereich etwas aus, damit er (wie bei den Armen) nicht so dick aufträgt. Schlickert ihn gut fest.

Nun widmen wir uns wieder dem Kopf. Mit der Spitze des Teelöffels kann man sehr gut, die Rundungen der Augen in den Kopf drücken. Die Pupille habe ich mit der Rückseite des Pinsels gemacht.

Jetzt ist euer Eichhörnchen fast fertig. Ich habe noch den Schwanz mit einer Gabel etwas angerauht, damit dieser buschiger aussieht.

Das Eichhörnchen ist vermutlich das schwierigste Objekt, von allen töpfern-to-go Projekten, die wir im Lockdown gemacht haben. Deshalb: wenn euer Eichhörnchen anders aussieht, ist das völlig ok!

Ich freue mich sehr auf die kleine oder größere Schar, die durch euch ganz bald im Brennofen schwitzen wird  ;)

Liebe Grüße!

Eure Marion

Puzzle - Vincent van Gogh

Dies ist ein Experiment!  Ich habe das Bild "Terrasse des Cafés an der Place du Forum in Arles am Abend" von Vincent van Gogh ausgesucht und ein Poster daraus gemacht. Danach habe ich dieses Poster in viele kleine Stücke geschnitten. Diese Stücke werden nun von den Kinder abgeholt und zu Hause möglichst exakt nachgemalt. In der gleichen Größe. Ob dies mit Wasserfarben, Buntstiften oder Filzmalstiften passiert, ist egal.

Zur nächsten "to-go" Aktion bringt ihr eure gemalten / kopierten  kleinen Bilder wieder mit - und ich klebe diese wieder zusammen. So entsteht das Bild- durch die Handschrift aller, die mitmachen, ganz neu! Ich bin sehr gespannt, ob das klappt... und wie gut das Bild dann zu erkennen ist.

Viel Freude dabei!

 

 

Turnbeutel - Stoff bedrucken

Das ist unser Lockdown-Osterspezial 2021 !

Wir bedrucken Stoff mit spezieller Stoffdruckfarbe... und nähen aus dem fertig designten Stoff einen wunderschönen, praktischen und sehr individuellen Turnbeutel. Wer nur drucken und nicht nähen möchte, bringt mir seinen Stoff - dann nähe ich den entsprechenden Beutel fertig.

Das meiste, was für dieses Projekt benötigt wird, kommt von uns und kann zu folgenden Zeiten in der Kunstschule abgeholt werden:

Dienstag, den 30. März in der Zeit von 15 bis 18 Uhr
Mittwoch, den 31. März in der Zeit von 10 bis 12 Uhr

Ihr bekommt:

1 Stück Stoff zum bedrucken - 35 x 100 cm
1 Stück Stoff für die beiden unteren Schlaufen, 8 x 12 cm
1 Kordel, 2 m
und diverse Töpfe Textildruckfarbe

Zudem braucht ihr noch:

Diverse Dinge zum Drucken (siehe unten)
Einen Teller oder eine Platte, um Farbe zu einer Fläche zu verstreichen
Einen oder mehrere dicken Pinsel

Eine Folie oder Zeitung zum Unterlegen, denn die Farbe geht durch den Stoff!

Es gibt unzählige Mittel und Möglichkeiten, um auf Stoff zu drucken. Ich habe hier eine Auswahl an Alltagsgegenständen, die ihr ausprobieren könnt!

Wichtig: Probiert die verschiedenen Möglichkeiten und Muster erst auf Papier mit Wasser-,Acryl- oder vergleichbaren Farben aus. Wenn ihr  sicher seid, was ihr drucken wollt, übertragt ihr eure Idee auf den Turnbeutelstoff.

Hier mal eine Auswahl von Gegenständen mit denen man drucken kann. Ich habe benutzt: eine Papp-Klopapierrolle ( oben eingeschnitten und umgeklappt), Ohrenreinigungsstäbchen, Plätzchen-Ausstechformen, den Deckel eines Pritt-Klebestiftes, ein Stück Pappe.

Ideal sind Ausstechförmchen, die ihr vom Kekse Backen kennt. Nehmt die dickere Seite (nicht die Ausstechseite) zum Drucken - es bleibt mehr Farbe daran hängen. Wenn der Abdruck nicht 100 % genau ist, macht das nichts! Das macht den Reiz des Druckens aus.

Interessant sind auch die Abdrücke von einer eingeschnittenen Kloppapierrolle. Man kann die Durckfläche auch mit zwei oder mehr Farben bestreichen und die Rolle beim Drucken etwas flach drücken - dann wird es eher ein Oval.

.. und so sieht der Abdruck eines Ohrenstäbchens bzw. eines Klebestift-Deckels aus:

Man kann zB auch Blumen oder einen Regenbogen aus Punkten drucken :)

Mit einer größeren Ausstechform wird das Ergebnis etwas abstrakter, da es schwierig ist, ganz gleichmäßig zu drucken. Wenn man diese aber wieder versetzt übereinander druckt, kann ein wunderschönes Muster entstehen. Dies könnte man ja auch mal mit mehreren Farben probieren.

... und mit der Kante einer Pappe, kann man gerade Linien drucken. Diese können ganz grafisch eingesetzt werden - oder zB. als Stengel für Blumen oder Kanten von Häusern genutzt werden. Es ist soooooo viel möglich!

Vielleicht findet ihr in eurem Haushalt noch ganz andere Dinge, die sich zum Drucken eignen!

Wichtig: Wenn ihr fertig seid- und die Farbe richtig (einige Tage lang) getrocknet ist, müsst ihr die Farbe bitte noch durch Bügeln fixieren. Bügelt alle Stellen des bedruckten Stoffes bitte ca. 10 min. lang. Legt zur Sicherheit ein sauberes Geschirrhandtuch zwischen Beutelstoff und Bügeleisen.

Waschbar ist der Stoff dann bei 30 Grad.

Natürlich ist es auch möglich, mit der Technik "Kartoffeldruck" auf Stoff zu drucken. Neulich gab es schon mal eine Anleitung, in der ein Dorf mithilfe von Kartoffeln gedruckt wurde - ihr könnt das auch super gut als Vorlage nutzen!

 

Tipp: Wenn man mit der Technik "Kartoffeldruck" drucken möchte, macht es Sinn, einen Griff an die Kartoffel zu schneiden, damit man die Kartoffel gut halten kann.

Interessant wird so ein Druckbild, wenn man verschiedene Formen / Farben übereinander druckt.

Die schwarzen Kreise sind mit einem Schnapsglas gedruckt... die weißen Stiche mit einer Pappkante...

Es ist auch möglich, mit Pinsel und Farbe ein Motiv (siehe die Fische) auf den Stoff zu malen... und/oder Gemaltes mit kleinen Punkten  - gedruckt mit einem Ohrenstäbchen - zu verzieren.

Natürlich könnte auch ein Motiv NUR durch getupfte Punkte entstehen.

Wenn man mit einer Ausstechform druckt, ist es wichtig, dass man mit der dickeren Seite (und nicht mit der Ausstechseite) druckt. Man kann die Motive nebeneinander, übereinander oder in verschiedenen Farben drucken.

... und noch eine letzte Idee: Man kann auch die Farbe auf den Stoff klecksen. Dies geht besser, wenn dafür die Farbe etwas mit Wasser verdünnt wird.

VIEL FREUDE BEIM DRUCKEN UND GESTALTEN!

Turnbeutel - Nähanleitung

.. und weiter geht es!

Wir haben nun einen eigenhändig bedruckten Stoff und nähen daraus einen Turnbeutel. Der Stoff in meinem "Dummy" ist nicht bedruckt - lasst euch davon bitte nicht irritieren. Ich habe die Nähte aber extra mit weißem Garn genäht, damit man diese in der Anleitung besser sieht.

Los geht es, indem ihr bitte die Kanten des Stoffes "versäubert",d.h. ihr näht mit einem Zick-Zack-Stich einmal rings herum. Die bedruckte, d.h. die gute Seite liegt dabei oben.

Jetzt stellen wir die Laschen her, die an der unteren Kante des Beutels, die Kordel festhalten.

Nehmt dafür das kleine Stoffstück (8 x 12 cm) und knickt es einmal längs in der Mitte - und bügelt kurz über die Knickkante. Klappt es dann wieder auf und schlagt die beiden Seiten jeweils bis zu Mitte. Nun wieder kurz bügeln - und dann klappt man das Ganze noch einmal zusammen.

Das hört sich kompliziert an - ist auf den Bildern aber gut zu erkennen.

Aus der einen langen Lasche machen wir nun 2 gleich große Stücke.

Jetzt nehmen wir uns wieder den gedruckten Stoff vor und schlagen auf der linken (nicht bedruckten) Seite an den vier Ecken jeweils 1 cm von der langen Seite und 3 cm von oben um und stecken das mit Nadeln fest.

... anschließend steppen wir die kurzen Seiten einmal ab. Näht dabei nah an der versäuberten Kante, damit der Tunnel für die Kordel groß genug bleibt.

Ab jetzt gilt immer: Bei jeder genähten Naht muss bitte darauf geachtet werden, dass ihr diese "verriegelt", d.h. am Beginn und am Ende der Naht kurz vor- und zurück näht, damit die Naht nicht aufgeht!

Nun legen wir den Stoff rechts auf rechts zusammen, d.h. die bedruckte gute Seite liegt innen. Legt das so zusammen, dass oben die beiden Nähte genau aufeinander treffen - und steckt diese mit Nadeln genau zusammen.

Jetzt müsst ihr die beiden Laschen unten zwischen die Ober- und die Unterseite legen. Achtet darauf, dass die offenen Seiten der Laschen nach unten zeigen. Nehmt eine Klammer oder eine Stecknadel und fixiert die Lasche. Fixiert auch die Seiten mit einigen Stecknadeln.

Nun nähen wir auf beiden Seiten einmal mit Nähfüßchenbreite entlang. Fangt auf beiden Seiten unten an, also dort, wo die Lasche sitzt - und näht genau bis zur oberen Quernaht. Näht nicht bis nach ganz oben durch, denn dann wäre der Tunnel zu!

Jetzt wird der Beutel gewendet... und ist quasi fertig. Es muss nur noch die Kordel eingezogen werden.

Macht dafür einen Knoten an ein Ende der Kordel, nehmt eine Sicherheitsnadel, stecht durch den Knoten und fädelt die Kordel einmal rings herum durch die beiden Tunnel eures Beutels.

.. und nun müsst ihr die Kordel ein zweites Mal durch den ersten Tunnel ziehen.

Nun folgt noch der letzte Schritt: Zieht die Bänder so, dass sie auf beiden Seiten ca. gleich lang sind. Zieht die Bänder mithilfe der Sicherheitsnadel von oben durch die Lasche am Ende des Beutels, macht drei Knoten übereinander (damit die Kordel nicht mehr raus rutscht) und schneidet die übrigen Flusen unterhalb des Knotens ab.

 

Chapeau - eurer selbst designter und genähter Turnbeutel ist fertig!

Hasengalerie

Sandra hat zusammen mit ihrer schon bekannten "Assistentin" Greta eine Hasengalerie für euch gemalt und gebastelt!

Ihr könnt eine Fantasiefamilie... oder natürlich auch eure Familie nachstellen  :)

Los geht es - für dieses Relief (gesprochen: Relijeff) benötigt Ihr folgendes Material:

 
Unterlage für den Tisch (z.B. alte Zeitung)
Eierkarton aus Pappe
Schere
Bleistift
Flüssigkleber
stärkerer Karton (z.B. von Paket)
Farben (entweder Wasserfarbkasten oder aus der Tube) + Deckweiß
Pinsel
Wassertöpfchen
Filzstifte oder Marker zum Konturieren und Verzieren
eventuell Lineal
 
Wir beginnen mit dem Ausschneiden der hohen mittleren Stege aus dem Eierkarton. Das werden die Köpfe. (Es ist ein bisschen unterschiedlich, wie die Stege der jeweiligen Eierpackungen geprägt sind. Unsere waren uns etwas zu spitz für ein Hasennäschen und es war ein kleines Loch in der Mitte, so dass wir die Spitze etwas eingedrückt haben und ein kleines Stück Eierpappe als Abschluss aufgeklebt haben.) Unsere Köpfe sind ca. 5cm lang.

Zwei Ohren (die wir vorgezeichnet haben) pro Hase schnippeln wir aus der übrigen Schachtel aus.

Diese Teile grundieren wir nun „hasenfarbig“. Eventuell (je nach Deckgüte und Farbe des Kartons) müssen wir noch ein 2. oder 3. Mal mit der Farbe drüber.

Alles erstmal gut trocknen lassen und mit dem nächsten Schritt weitermachen:
 
Wir schnappen uns nun den Pappkarton und schneiden einen Rahmen aus, auf dem das Hasenportrait später aufgeklebt werden soll. Rund, eckig, oval, abgeschrägte Ecken - alles ist schön! Ihr könnt auch eine Form suchen (z.B. eine Untertasse oder CD-Scheibe) und diese umzeichnen, dann habt Ihr es ganz ordentlich. Ein Lineal hilft bei eckigen Formen.
Wir haben uns heute für ein Doppelportrait „Oma und Opa“ entschieden und müssen daher eine Form ausschneiden, die genug Platz für 2 Hasenköpfe bietet.
 
Auf dieses ausgeschnittene Pappstück zeichnen wir jetzt mit Bleistift einen Oberkörper, der zu unserem Hasenkopf gehören soll. Mit menschlichen Anziehsachen sieht das mega witzig aus :-).
Den Hintergrund und die Kleidung wird mit Farben grundiert. Auch an braun für den Hasenhals denken! Benachbarte Farben immer gut trocknen lassen, damit nichts ineinander verlaufen kann. Seid Ihr fertig zufrieden mit diesem bemalten Stück Pappe, dann legt es zur Seite und lasst es ebenfalls gut durchtrocknen. (Feinheiten wie Konturen und Muster auf der Kleidung fügen wir erst später hinzu.)
Wenn die Grundfarbe von Kopf und Ohren jetzt trocken ist, geht es an das Malen der Details:
Wir pinseln das Innere der Ohren in zartem rosa und malen auf den Hasenkopf die Mund-Nasen-Partie mit schwarzem Filzer oder Marker auf. Ebenso haben wir die Augen mit schwarzem Marker gezeichnet.
Oberhalb pinseln wir vorsichtig eine rosa Nase.
Zwischen Mund und Nase geben wir etwas Deckweiß an die Seiten der Mundpartie. Bei den Augen den typischen „Lichtfleck“ nicht vergessen, den kennt Ihr ja bereits. Rosa Wangen und Wimpern stehen Hasendamen besonders gut.

Ist die Untergrundpappe soweit trocken, könnt Ihr die Kleidung noch mit Mustern verschönern sowie den Rand des Rahmens verzieren. Auch haben wir unserer Hasenkleidung eine Kontur mit einem dicken Filzer/Marker gegeben.

Wir kleben jetzt den Kopf auf die Ohren und wenn dieses gut getrocknet ist, den ganzen Hasenkopf auf den Pappuntergrund.

Viel Freude wünschen Euch Sandra und Greta !!

Samenbomben für den Frühling

Wir haben uns für Euch eine neue "to-go" Aktion ausgedacht - und hoffen, dass viele vorbei kommen und mit machen! Passend zum Frühling haben wir Pakte für Euch gepackt, die alles für ca. 8 bis 12 Samenbomben enthalten. Zudem gibt es für alle ein Stück Jute, eine Sticknadel und Stickgarn, um daraus einen schönen, individuell bestickten kleinen Beutel zu nähen. Das können auch schon Kinder ab 5 Jahren (mit etwas Hilfe).

In diesem Beutel können z.B. die Samenbomben verschenkt werden - vielleicht zu Ostern!?

Aber erst mal:

Was sind Samenbomben und das im gleichen Zusammenhang genannte "Guerilla-Gardening"?

Man versteht darunter kleine, ca. walnußgroße Kugeln aus Blumen- und Tonerde gemischt mit Blumensamen. Diese werden ab April auf Brachflächen im Stadtraum geworfen, um so die Begrünung unserer Stadt zu fördern. Zudem bieten die ganz unterschiedlichen Blüten viel Nektar und Pollen für Insekten und Schmetterlinge!

Beispielsweise könnt ihr eure "Bomben" auf dem Weg zur Schule platzieren und dann jeden Tag "eure" Blumen beim Wachsen beobachten! Ideal sind auch Baumeinfassungen, Verkehrsinseln oder unbebaute Grundstücke. Bitte werft die Kugeln nicht auf Privatgrundstücke - denn man weiß ja nicht, ob das dort gewollt ist!

Alles was eure "Bomben" nach dem Auswurf noch brauchen ist Wasser (idealerweise regnet es kurz nachdem ihr die Kugeln geworfen habt) sowie etwas Sonne und Wärme. Falls es sehr trocken ist, müsst ihr da etwas nachhelfen - denn ganz ohne Wasser können die Samenbomben nicht aufgehen.

Wer seine Blumen lieber bei sich haben möchte, kann diese natürlich auch im Topf auf dem Balkon oder der Terrasse - oder im eigenen Garten einpflanzen.

Los geht es:

Ihr habt von uns einen Beutel mit Erde und einen Beutel mit den Nähzutaten und den Blumensamen bekommen.

Schüttet die Erde (dies ist ein Gemisch aus Blumen- und Tonerde) und die Samen (dies ist eine spezielle Schmetterlingsmischung) in einen größeren Topf und vermengt diese gut, damit sich die Samen gut und gleichmäßig verteilen. Schüttet jetzt ganz vorsichtig Wasser dazu. Bei dieser Menge Erde reicht eine Menge von 50 bis 80 ml Wasser. Es soll keine Matschepampe entstehen!

Formt nun aus dem feuchten Erde-Samen-Gemisch kleine feste Kugeln - und legt diese auf einer Pappe an einen zimmerwarmen Ort zum Trocknen. Die "Bomben" sollen mind. eine Woche trocknen.

... und jetzt nähen wir den kleinen Jutebeutel, der sich perfekt als Verpackung für einige Samenbomben eignet.

Ihr braucht - und das ist alles im Paket enthalten:

  • Jute
  • eine dicke Sticknadel
  • verschiedene Stickgarne
  • 2 lange Paketschnüre für die Seitennähte
  • 1 kürzere Paketschnur für das Verschließen des Beutels

Klappt nun die Jute einmal längs zusammen, so dass ein Knick in der Mitte entsteht. Dieser Knick ist später die Unterseite des Beutels.

Überlegt euch jetzt ein Motiv und stickt es genau in die Mitte einer Hälfte. Denkt daran, dass der Knick "unten" ist. Bei der Motivwahl ist noch zu beachten, dass auf jeder Längsseite ca. 1 cm für die Seitennaht gebraucht wird, wählt also ein Motiv, dass eher hoch als breit ist.

Hier ist eine kleine Auswahl fertiger Beutel zu sehen:

Ich zeige euch jetzt an zwei Beispielen, wie ihr das Schritt für Schritt machen könnt:

Die sogenannte "linke" Seite ist ja später auf der Innenseite des Beutels und nicht zu sehen. Ihr könnt hier also alle Fäden verknoten oder vernähen, so dass es gut hält.

Wenn ihr mit eurem Motiv zufrieden seid, müssen die Seiten des Beutels zusammen genäht werden. Dazu benutzt ihr die beiden langen Paketbandschnüre. Klappt die Jute so zusammen, dass die gute Seite des Motivs innen liegt.

Macht zunächst einen festen Knoten am Anfang, d.h. an der unteren Seite des Beutels- und näht dann mit kleinen Stichen eine gerade Naht bis nach oben. Wichtig! Die Jute franst etwas aus, d.h. ihr müsst die Seitennähte mind. 1 cm vom Rand ansetzten - sonst kann sich das später auflösen.

Wenn ihr die Seitennaht fertig habt, macht ihr oben wieder einen festen Knoten oder vernäht den Faden ein paar mal. Macht das gleiche dann auf der anderen Seite.

Wenn beide Seitennähte fertig sind, könnt ihr den Beutel vorsichtig wenden.

Nun müsst ihr nur noch die kürzere Paketschnurr oben einziehen - das ist dann das Band, mit dem der Beutel geöffnet oder geschlossen werden kann.

Lasst den Faden ca. 10 cm draußen hängen und näht dann einmal mit großen Stichen rings herum. Der Abstand von der oberen Kante beträgt wieder ca. 1 bis 1,5 cm. Beide Enden des Bandes hängen dann an einem Punkt aus dem Beutel. Damit könnt ihr ihn zuziehen.

Fertig!

Wir wünschen euch viel Freude... beim Samenbomben kneten, beim Beutel nähen und beim Zusehen, wie eure "Bomben" aufgehen!!

Wie man einen Manga Chibi Körper zeichnet

Ihr Lieben,

Mailyn hatte euch im letzten Video erklärt, wir man einen Manga-Kopf zeichnet. Jetzt hat sie das Video für euch gemacht, in dem ihr sehen könnt, wie der passende Körper dazu entsteht.

Viel Freude beim Zeichnen und Probieren!

Wir man einen Manga Chibi Körper zeichnet

Chibi - ein Manga Mädchen

Die Illustratorin Mailyn Galindo hat für ein Euch ein Video erstellt, in dem ihr genau lernen könnt, wie man einen Mangakopf zeichnet. Dies kann ein Mädchen- oder ein Jungenkopf sein. Das besondere ist die Aufteilung der Proportionen im Gesicht und die sehr eigene Art, Augen zu zeichnen. Probiert es aus!

Demnächst wird es noch ein Video geben, in dem Sie den Körper zeichnet.

.. und wie immer bitte ich euch: schickt uns sehr gern Fotos eurer Manga-Figuren!

Wie man einen Manga Chibi Kopf zeichnet

Paul Klee -Kopieren eines Künstlerischen Werkes

Stefanie Pojar - sie ist neu im Goldfisch-Team - hat für euch zwei Anleitungen erstellt. Beide zeigen, wie man ein künstlerisches Werk kopieren, interpretieren und ggf. auch weiter entwickeln kann.

In ihrem ersten Beispiel zeigt sie dies anhand eines Werkes von Paul Klee. Da ihr das Original nicht vorliegen habt, sucht ihr euch entweder eine Vorlage im Internet und druckt diese aus - oder ihr schmökert mal im Bücherregal der Eltern... dort findet ihr bestimmt den einen oder anderen Kunstkatalog. Falls ihr genau dieses Bild nehmen wollt - der Titel lautet:

Paul Klee - Mondaufgang (St.Germain), Aquarell, 1915

Benötigt wird:

1. ausgedruckte Vorlage

2. Zeichenpapier ( die Stärke des Papiers richtet sich nach der Technik. Wenn ihr mit Buntstiften malt, reicht ein normales dünnes Blatt Papier, wenn ihr mit Aquarell- oder Wasserfarben arbeiten wollt, nehme ein dickeres Papier, zB. ein extra Aquarellpapier.

3. Transparentpapier und Bleistift

4. Löffel

5. Buntstifte oder andere Farben- ganz nach euren Wünschen

Wichtig: Stefanie hat sich eine Aquarellvorlage gesucht und diese mit Buntstiften nachgemalt. Probiert das ruhig mal aus, d.h. kopiert ein berühmtes Bild in einer anderen Technik. Ideal hierfür wären sicher auch Aquarellbuntstifte.

Los geht es!

Das besondere bei dieser Anleitung ist der "Trick", wie man mit Transparentpapier und dem sogenannten Löffelabrieb ein Bild kopieren kann.

Als erstes legt ihr ein Transparentpapier auf das Original und zeichnet die Vorlage durch. Wer sich traut, kann das auch gern frei versuchen, ohne dieses Hilfsmittel. Wer aber bei dem Transparentpapier bleiben möchte, zeichnet anschließend auf der Rückseite des Transparentpapiers die Zeichnung noch einmal mit einem Bleistift nach. Dann nehmt ihr das Transparentpapier, legt es auf ein sauberes neues Blatt und reibt mit einem Löffel über eure Zeichnung. Der Bleistiftstrich überträgt sich nun durch das Reiben auf das weiße Blatt. Ihr bekommt auf diese Weise eine gute, nicht seitenverkehrte Kopie des Originals.

Damit habt ihr die Grundlage für das Zeichnen mit den Buntstiften. Bei Paul Klees Arbeit handelt es sich um ein Aquarell. Deswegen empfehle ich die Zeichnung genauso zu behandeln. Beginnt mit den hellen Farben und arbeitet euch zu den dunklen vor. Anhand des Aquarells lässt sich sehr schön sehen wie Paul Klee die Farben durch Überlagerungen gemischt hat. Versucht das auch mit euren Buntstiften. Zeichnet erst vorsichtig und zart und baut langsam die Intensität der Farbe auf. Wenn ihr nicht soviel verschiedene Farben habt, seid nicht traurig! Versucht die Farben zu mischen indem ihr vorsichtig übereinander zeichnet. So ergibt sich zum Beispiel der grünliche Ton im Mond durch das Mischen von Blau und Gelb.

Am Ende könnt ihr noch mal das Original und die Kopie vergleichen. Wer Lust hat, kann das eigene Bild, d.h. die Kopie auch verändern, zB. ganz andere Farben nehmen - oder mal nur eine Farbe wählen und diese in verschiedenen Abstufungen nutzen. Man spricht dann von sogenannten monochromen Bildern.

Von einer Bleistiftskizze zur bunten Geschichte - am Beispiel einer Zeichnung von Erich Ohser

Dies ist das zweite Beispiel von Stefanie Pojar für euch. Nach dem Beispiel des Aquarells von Paul Klee hat sie hier eine gezeichnete Vorlage von Erich Ohser genommen und erweitert. Erich Ohser ist u.a. berühmt durch seine Vater-Sohn Zeichnungen geworden, vielleicht habt ihr diese schon mal gesehen:

Vater und Sohn – Wikipedia

Benötigt werden:

1. Eine Vorlage, zB. von Erich Ohser
(Ihr könnt aber jede Form von Zeichnung nutzten, zB. auch aus Kinderbüchern, aus Kunstkatalogen, von Postkarten, etc. etc.)

2. Papier

3. Bleistift

4. ein kleiner Löffel

5. Transparentpapier

6. Buntstifte  (oder andere Stifte, je nach euren Wünschen)

 

Als erstes zeichnet ihr die Vorlage auf ein Transparentpapier durch. Wer sich traut kann das auch
gern frei versuchen, ohne dieses Hilfsmittel. Wer beim Transparentpapier bleibt, zeichnet anschließend alle Linien auf der Rückseite mit einem Bleistift nach. Nehmt dafür gern einen kräftigen Bleistift zB. B2. B4 oder B6.

Anschließend legt ihr das Transparentpapier mit der Rückseite nach unten auf ein weißes Blatt Papier und reibt mit dem Löffel über eure Zeichnung. Der Bleistiftstrich wird sich automatisch durch den Druck des Löffels auf euer Blatt übertragen. Ihr bekommt eine Kopie des Originals.

Jetzt geht es richtig los. Ergänzt eure Zeichnung "in der Art" des Künstlers. Fügt Dinge, Tiere und vielleicht auch noch weitere Figuren hinzu- ganz wie ihr wollt. Entweder bleibt es eine Bleistiftzeichnung - oder ihr malt diese noch farbig aus, ganz wie ihr wollt.

Viel Vergnügen!  

.. und bitte: Falls ihr diese Ideen von Stefanie aufgreift, schickt uns Fotos eurer Bilder zu! Danke!

töpfern to go-Becher

Ihr Lieben,

Sandra hat mit ihrer Tochter Greta für euch ein neues Projekt der Reihe " töpfern-to-go" erstellt. Wir machen einen Becher in der sogenannten "Plattentechnik", der auch perfekt auf eurem Schreibtisch als Stiftehalter, als Zahnbürstenbecher oder bepflanzt funktionieren kann. Wie schon beim Kerzenständer ist die Gestaltung dabei ganz frei. Welches Tier ihr wählt... oder wie ihr euren Becher verzieren wollt, ist ganz eure Sache.

Viel Vergnügen dabei!

Wir brauchen:

ca. 500 g Ton, ein Brett als Unterlage, ein Messer, eine Gabel, ein langes Lineal, einen Pinsel, ein Nudelholz oder eine zylindrische Glasflasche (z.B. eine Limoflasche), Zeitungspapier oder alte Nylonstrümpfe, eventuell einen Bleistift oder Buntstift und ein kleines Gefäß mit Schlicker.
Schlicker ist unser "Klebstoff" und besteht nur aus Ton und Wasser. Einfach etwas Ton in ein kleines Gefäß mit Wasser zu einer breiähnlichen Konsistenz vermischen. Zuhause benutze ich dafür ein altes, kleines Marmeladenglas. Darin kann ich dann später auch den restlichen Ton mit aufbewahren und es ist gut und luftdicht verschließbar!

Wir starten mit dem Ausrollen des Tons auf ca. 8mm Dicke. Wendet Euren Ton mehrmals dabei, damit er nicht auf der Unterlage kleben bleibt!

Danach schnappt Euch das Lineal und schneidet mit dem Messer an einer Längsseite sauber ab.

Unsere geschnittene Tonplatte soll ca. 9cm breit sein - nehmt Euer Lineal zur Hilfe und schneidet auch die andere Längsseite parallel zu.

Nun legen wir das Lineal noch an der unteren kurzen Kante an und schneiden auch diese gerade ab.

Jetzt bereiten wir unsere Flasche oder das Nudelholz (je nachdem, was Euch zur Verfügung steht) vor. Denn damit der Ton, den wir gleich um diese Form legen wollen nicht daran pappen bleibt, müssen wir a) entweder eng ein paar Lagen Zeitungspapier um Flasche oder Nudelholz wickeln oder einen Nylonstrumpf eng um eines der beiden ziehen. Ihr kennt diese Technik mit der Strumpfhose vielleicht schon aus dem Goldfisch, die Zeitungsvariante habe ich Euch im Foto dargestellt.

Als nächstes wird die Tonplatte vorsichtig um die Form gerollt. Achtung – nicht zu fest und nicht zu locker! Bei „zu fest“ ließe sich die Tonrolle nur mühsam von der Form lösen, bei „zu locker“ könnte der Zylinder zu eierich werden ;-).

Die Enden sollten sich leicht überlappen und nun schneiden wir den überschüssigen Rest der Tonplatte weg.

Dann wieder ein kleines Stückchen zurückrollen und beide Enden mit der Gabel ankratzen und mit Schlicker verbinden!

Die Naht wird jetzt per Messerrücken gut verstrichen und geglättet.

Liegen die Abschlüsse vielleicht nicht ganz übereinander, könnt Ihr hier noch mal mit dem Messer begradigen. Der Zylinder sollte ja ganz eben auf dem Untergrund stehen können.

Jetzt kommt ein kniffliger Teil: Die Flasche oder das Nudelholz werden vorsichtig und mit viel Gefühl aus dem Tonzylinder gezogen und auf die Holzplatte gestellt. Prüft dabei, ob er gerade steht. Wenn ihr zufrieden seid, stellt ihn etwas weiter weg, damit er bei den nächsten Arbeitsschritten nicht versehentlich beschädigt wird.

Die abgeschnittenen Tonreste (ich bewahre sie aus Geschmeidigkeitsgründen während des Töpferns immer unter leicht feuchtem Küchenkrepp auf) knetet ihr zu einem Klumpen  und rollt auch diesen mit Hilfe der Flasche oder dem Nudelholz ca. 1cm stark aus.

Das Kneten oder Schlagen ist wichtig, damit keine Luft im Ton ist. Ihr kennt das ja schon! Auch hierbei ist das Wenden notwendig, um unliebsame Kleberei auf der Holzplatte zu vermeiden.

Setzt Euren Tonzylinder darauf und schneidet mit dem Messer zuerst GROB drum herum.

Anschließend kratzt Ihr sowohl auf der Unterplatte als auch die Unterkante des Zylinders vorsichtig an und schlickert die beiden Teile gut zusammen. Überschüssigen Schlicker entfernen.

Nun schneidet ihr enger am Zylinder entlang die Bodenplatte ab und verstreicht diese Naht ebenfalls mit dem Messerrücken so gut, bis keine Naht mehr zu sehen ist.

Die Innennähte eures Bechers werden nun mit dem Pinsel geglättet. Ihr könnt hierbei auch die Rückseite des Pinsels benutzen (oder die Rückseite eines Buntstiftes). Vorsichtiges Handeln ist erforderlich, damit die Form nicht durchstoßen wird. Hilfreich ist bei jeglicher Gestaltung immer, mit der freien Hand etwas Gegendruck am Werkstück auszuüben!

Den schwierigsten Teil habt Ihr bereits geschafft – jetzt geht es an die individuelle Gestaltung :-).

Meine Assistentin Greta möchte einen „Wolf“-Stiftehalter für Ihren Schreibtisch töpfern und hat sich in einem Buch angeschaut, wie sie Ohren und Schnauze gestalten muss. Diese hat sie sich aus dem Tonrest geformt. Die Augen hat sie mit der Bleistiftspitze in den Ton gedrückt. Wollt Ihr noch Füßchen unter den Behälter setzen, denkt dran, dafür Ton übrig zu lassen! Achtet bei Eurer Gestaltung bitte darauf, dass die angeschlickerten Teile nicht zu weit vom Zylinder abstehen, denn so beugt Ihr ein Abbrechen beim Transport bzw. auch im Ofen vor. Das kann schnell passieren und es wäre ja schade drum!

Ich habe mich für ein „Äffchen“ entschieden. Die einzelnen Teile für diese Kopfgestaltung seht ihr hier.

WICHTIG: Denkt unbedingt daran, Euren Namen einzuritzen!!!

Für die Füßchen rollt Ihr Euch eine ca. fingerdicke, gerade Tonwurst, von der Ihr 3 gleich große Stücke abschneidet.

3 Füßchen haben den Vorteil, dass der Behälter später nicht wackelt. Die Füßchen ritzt Ihr genauso wie den Boden an und schlickert alles gut zusammen (2 vorne, 1 hinten).

Zum Schluss hat Greta noch einen Wolfsschwanz auf die Rückseite gesetzt (wie immer Ritzen und Schlickern, das muss ich Euch ja sicher nicht immer wieder erzählen ;-).
Auch hierbei hat sie darauf geachtet, dass dieser eng am Zylinder anliegt, um einem eventuellen Abbrechen vorzubeugen.

So geschafft! Das war eine ganz schön lange Anleitung und jetzt habt Ihr Euer (vielleicht erstes?) Werkstück in der anspruchsvollen Plattentechnik erstellt – Glückwunsch!!!

Eure Sandra und Greta

Lasst eure Werke nun an einem warmen Ort stehen und langsam durchtrocknen. Sobald der Goldfisch wieder öffnet, bringt ihr eure Becher zur ersten Stunde mit. Achtung beim Transport... getöpferte und durchgetrocknete Stücke sind sehr empfindlich!

Wir freuen uns sehr auf eure Ergebnisse  :)   !

Fantasiebild von Franca

Ihr Lieben,

Franca Franz - viele kennen sie durch die Guppy-Kurse, von Kindergeburstagen oder vom Ferienprogramm - hat für euch eine Anleitung zu einem Fantasiebild erarbeitet.

Los geht es!

Ihr benötigt:

  • Papier
  • Kreppklebeband oder Tesafilm
  • Schere
  • Servietten (auch farbig) (oder: Toilettenpapier/Taschentücher/Küchenrollenpapier/Kaffeefilter)
  • Kerzen (reste) oder Wachsmalstifte
  • Wasserfarbe
  • Pinsel
  • Wasserglas
  • Föhn

Gehe durch die Wohnung und suche nach Strukturen von denen du auf Papier mit deiner Kerze oder Wachsmalstiften einen Abrieb machen kannst. Ich habe zum Beispiel Abriebe der Rauhfasertapete, einer Küchenreibe, dem Küchensieb und unterschiedlicher Münzen genommen. Nimm am Besten gleich mehrere Papiere. Wichtig ist, dass auf einem Papier nicht zu viele Kerzenspuren sind. Du kannst natürlich zusätzlich zu den Abrieben mit der Kerze noch etwas auf das Papier malen.

Fixiere danach das Papier mit Kreppklebeband oder Tesafilm auf einem Tisch.

Schneide aus der Serviette Formen deiner Wahl aus und lege diese auf das Papier. Zusätzlich kannst du noch Stücke vom  Kreppklebeband abschneiden und auf das Papier kleben.

Nun kannst du das Papier frei bemalen. Benutze ruhig viel Wasser, dann verlaufen die Farben schöner. Es ist einfacher mit einem weichen Pinsel. Male auch ruhig vorsichtig über die Serviettenstücke und das Klebeband. An den Stellen wo Wachs auf dem Papier ist, verschwindet die Farbe wieder. Das gibt schöne Muster und Strukturen.

Wenn du zufrieden bist mit dem, was du siehst, kannst du das Blatt trocknen lassen. Wenn es schnell gehen soll, hilft dir ein Föhn.

Ziehe nun vorsichtig die Serviettenstücke von deinem Bild. Auch die Klebestreifenstücke kannst du vorsichtig abziehen. Das Klebeband, mit dem dein Papier auf dem Tisch fixiert ist, noch nicht abziehen!

Betrachte nun dein Bild. Kannst du darin vielleicht schon irgendetwas erkennen? Lasse deiner Fantasie freien Lauf. In meinem Bild habe ich zum Beispiel das Meer gesehen, mit Wellen, einem Delphin und einer Qualle ... sowie ein Strand auf dem ein Baum wächst. Du kannst nun versuchen, die Dinge die du in deinem Bild siehst zu verstärken und hervorzuheben. Ich habe zum Beispiel den Delphin nochmal mit blauer Farbe umrandet, dem Baum habe ich einen Stamm gemalt und der Qualle Tentakel. Außerdem habe ich die Stellen, die mir zu weiß waren, noch ein wenig bemalt.

Wenn dein Bild für dich fertig aussieht, lasse es erneut trocknen oder föhne es. Entferne vorsichtig das Klebeband, was dein Papier auf den Tisch fixiert. Schau, jetzt hat dein Bild einen schönen weißen Rahmen.

Fertig ist dein Fantasiebild und du kannst es verschenken oder Zuhause aufhängen!

Marion und ich sind sehr gespannt auf eure Ergebnisse und würden uns über Fotos von euren Werken sehr freuen. Also sendet uns gerne eure Ergebnisse via E-Mail: herzberg@kunstschule-goldfisch.de

Liebe Grüße!!

Wie man einen Otter zeichnet

Ihr Lieben!

die Illustratorin Maylin Galindo (viele von Euch kennen sie von Ferienkursen oder von Kindergeburtstagen in der Kunstschule) hat eine wunderbare Anleitung "Wie man Otter zeichnet" für euch gemacht! Viele Goldfisch-Kinder haben schon ihre Anleitung zum Zeichnen eines kleinen Schweins - während des ersten Lockdowns - umgesetzt. Wir wünschen euch auch jetzt sehr viel Freude damit - und freuen uns sehr (!) wenn ihr uns eure Otterbilder schickt.

Noch ein Hinweis dazu: Maylin zeichnet die beiden Otter am Computer - lasst euch davon nicht irritieren! Malt das einfach auf Papier nach - sie erklärt das im Video ganz genau und Schritt für Schritt.

Liebe Grüße!

Maylin und Marion

Zum Video von Maylin geht es hier:

Wie man einen Otter zeichnet

Kartoffeldruck-Dorfszene

Dies ist eine Anleitung von Sandra. Sie hat dieses Dorf in der Technik "Kartoffeldruck" gemeinsam mit ihrer Tochter Greta für euch entwickelt.

Für dieses Bild benötigt Ihr folgendes Material:
  • Unterlage für den Tisch (z.B. alte Zeitung)
  • Kartoffeln (für das Dorfmotiv 4-5 Stück)
  • Messer und Unterlage zum Schneiden der Kartoffeln
  • Blatt für den Druck und etwas „Schmierpapier“ oder Küchenkrepp
  • Filzstift zum Vorzeichen der Motive
  • Farben (entweder Wasserfarbkasten oder aus der Tube)
  • Pinsel oder kleine Schwämmchen zum Aufbringen der Farbe auf den Kartoffelstempel
  • eventuell Pinsel zum Malen des Weges
Der erste Schritt ist das Halbieren der Kartoffeln. Das sollte in einem „Ruck“ passieren, damit die Hälften schön gleichmäßig und eben geraten. Am besten benutzt ihr hierfür ein größeres Messer und/oder lasst Euch gerne von jemand älterem helfen.
Nun wird das Motiv mit dem Filzstift aufgemalt. Achtung: Da Kartoffeln viel Wasser enthalten, ist es nötig, die Schnitzhälften ein paar Mal auf Papier oder Küchenkrepp zu pressen, damit der Stift besser malt. Motive mit geraden Schnitten wie Häuser sind einfacher auszuschneiden als Baumgeäst, beginnt daher am besten mit Häusern. Dabei könnt ihr ein Gefühl für die Schnitzerei entwickeln und gut üben.
Jetzt wird entlang der gemalten Linie ca. 3-4 mm tief in die Kartoffel geschnitten. Vorsichtig und langsam, damit weder eure Finger noch das Motiv Schaden nehmen!
Habt ihr das Motiv komplett mit dem Messer umfahren, wird jetzt (wiederum gaaaaanz vorsichtig) der Stempel freigeschnitten.
Und das macht ihr nun mit allen Kartoffeln und Motiven…..
Tipp: Aus zwei zusammengehörigen Kartoffelhälften könnt ihr perfekt einen Baumstempel herstellen. Die eine Hälfte kann einfach so wie sie ist die Blattkrone bleiben und die andere Hälfte wird zum Stamm mit Ästen geschnitzt.
Sind alle Kartoffeln vorbereitet, geht es mit dem Drucken los!
Tragt Farben nach Wunsch mit dem Pinsel oder Schwämmchen auf die Kartoffelstempel. Meine Assistentin Greta hat sich für ihr Bild ähnliche Farben im Rot-Bereich ausgesucht. Ihr werdet merken, wenn man einmal angefangen hat zu drucken, kann man gar nicht genug davon bekommen :-).
Wichtig: Bevor ihr verschiedene Farben (wie bei den Bäumen) übereinander druckt, sollte die erste Farbe gut getrocknet sein, sonst verschmiert alles.
Ganz zum Schluss hat Greta noch alle Häuser auf ihrem Bild mit einem Weg verbunden. Der Pinsel hat sich dabei um alle Bäume geschlängelt, das hat viel Spaß gemacht!
Tipp: Wenn Ihr die Häuserkartoffeln nochmal schneidet in „Dach und Mauern“, könnt ihr auch super mit 2 Farben drucken. UND: selbstverständlich sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt , was die Motive anbelangt! Kirchtürme, Scheunen, Hochhäuser - alles ist möglich...
Viele Freude an diesem Thema und schickt Marion UNBEDINGT Fotos eurer Werke - wir sind schon ganz gespannt!!!
Eure Sandra mit Assistentin Greta
gedruckte Weihnachtskarten

Meine Kollegin Sandra Neuhaus und ich haben uns überlegt, dass wir Ihnen - den Eltern, die die monatlichen Beiträge weiter zahlen, noch eine Freude mit selbst gedruckten Weihnachtskarten machen möchten!

Wir haben 5 unterschiedliche Motive geschnitten und auf weiße oder braune Klappkarten gedruckt. Die Motive funktionieren allein...  können aber auch noch sehr gern von den Kindern weiter ausgemalt, beklebt oder anders verziert werden! (siehe Beispielbilder)

Jede Familie darf sich nun sehr gern 5 Karten aussuchen, die wir Ihnen gerne schenken. Wer darüber hinaus noch mehr Karten möchte, kann diese natürlich sehr gern bekommen - dafür würden wir dann 2,50 Euro pro Stück nehmen.

Bitte schreiben Sie mir vorab, welche Motive Sie möchten - und auf welchem Hintergrund. Dies hilft uns, die richtige Menge der gewünschten Karten zu drucken!

Die Abholung der Karten findet am Montag, den 14. Dezember in der Zeit von 15.00 bis 18.00 Uhr und am Dienstag, den 15. Dezember in der Zeit von 16.00 bis 19.00 Uhr statt.

Zeitgleich können dann auch die fertig gebrannten und glasierten Kerzenständer mitgenommen werden!

Wir wünschen Ihnen schon jetzt schöne, vergnügliche und erholsame Feiertage.. trotz dieser schwierigen Umstände. Machen wir das Beste daraus und bleiben optimistisch... und natürlich gesund! Das ist das Wichtigste!

Es grüßt von Herzen,

Marion Herzberg und das gesamte Goldfisch-Team

Baumschmuck und mehr aus sogenanntem Kaltporzellan

Eine interessante Alternative zu Salzteig sind Anhänger (und mehr!) aus sogenanntem Kaltporzellan. Wir haben das für euch ausprobiert.

Der Vorteil von Kaltporzellan ist:

  • die Anhänger sind schneeweiß - was sehr schön aussieht
  • besonders in Kombination mit Metallfarben sieht das sehr edel und schick aus
  • sie trocknen an der Luft, d.h. sie müssen nicht gebacken werden
  • man kann auch kleine Figuren formen (die gleiche Größe von Figuren aus Salzteig reißt beim Backen)

Nachteile:

  • Im Beitrag über die Anhänger aus Salzteig zeigen wir auch, dass man sehr gut Worte aus Salzteig formen kann... das ist aus Kaltporzellan deutlich schwieriger und später bruchanfälliger.
  • Kaltporzellan ist nicht ganz so unkompliziert in der Verarbeitung
  • Kaltporzellan ist nicht wasserfest

 

So geht es:

Man stellt einen Teig her aus:

300 g Natron (gibt es in allen gut sortierten Supermärkten in der Backabteilung)

100 g Speisestärke

180 g Wasser

Diese Zutaten werden im Kochtopf verrührt und kurz zum Kochen gebracht. Dabei muss man ständig rühren. Die Masse kann etwas blubbern oder zischen- das ist aber normal. Man rührt so lange, bis die Masse etwas fester wird, ähnlich wie Kartoffelpüree.

Anschließend kühlt alles ab... das kann ca. 30 min dauern. Es ist hilfreich, die Masse dann immer wieder mal durchzukneten, damit sich keine Kruste bildet.

Jetzt kann die Masse mit dem Nudelholz ausgerollt werden, so dass man mit üblichen Backförmchen Anhänger ausstechen kann. Es funktioniert besser, wenn man Klarsichtfolie über den Teig legt.

Vergesst nicht, das kleine Loch für die spätere Aufhängung zu stechen.

Man kann auch kleine Figuren wie diesen Wichtel aus der Masse formen. Wenn diese zu Beginn des Arbeitens noch zu weich ist, lässt man sie etwas länger liegen...das Kaltporzellan wird dann von selbst etwas fester, was das Formen von Figuren leichter macht.

Anhänger aus Kaltporzellan werden etwas feiner, als solche aus Salzteig. Dies kann noch verstärkt werden, indem man die Ausstechformen durch eine Klarsichtfolie drückt... das macht die Kanten wunderbar rund. Auf dem 3. Bild sieht man den Unterschied!

Kaltporzellan wird nur an der Luft getrocknet und nicht im Backofen (theoretisch geht das - aber dann verlieren die Anhänger ihre schöne schneeweiße Farbe!). Nach ca. 3 Tagen sind sie fest und wirklich richtig hart.

TIPP: Man kann den Trocknungsvorgang etwas beschleunigen, indem man alles zwischendurch mal umdreht, so dass beide Seiten trocknen können.

TIPP: Nach dem Trocknen ist es sehr einfach, die Kanten, falls ein kleiner Grat entstanden ist, mit Schleifpapier kurz nach zu bearbeiten.

Wenn die Anhänger oder Figuren getrocknet und ggf. mit Schleifpapier nachbearbeitet sind, können sie bemalt werden. Dies geht sehr gut mit Wasserfarbe (siehe den kleinen Wicht), mit Acrylfarben oder (das habe ich bevorzugt) mit Metallfarben. Zu empfehlen sind die Farben der Marke Maya vom Unternehmen Viva. Diese gibt es in unterschiedlichen Tönen ( Bronze, Silber, Gold...). Besonders in Kombination mit dem feinen Weiß, sieht das sehr edel aus.

Ich habe mich aber auch entschlossen, nicht alle Anhänger zu bemalen, weil mir Ton und die Haptik des Kaltporzellans auch pur gefällt.

TIPP: Auch Kettenanhänger oder anderer Schmuck ist sehr einfach aus Kaltporzellan herzustellen.

TIPP: Die Muster auf meinen Anhängern sind entstanden, weil ich eine Spitzenborde eingewalzt habe. Man kann dafür alles nutzen, was ein Muster hinterlässt, zB. auch Pflanzen.

Baumschmuck und mehr aus Salzteig

Bereits während des ersten Lockdowns im Frühjahr gab es hier ein Projekt mit Salzteig.. das waren unser Schäfchenanhänger, die mit Wolle umwickelt wurden. Ich habe mich sehr gefreut, dass dies zahlreich aufgegriffen wurde!

Nun haben wir im Goldfischteam speziell Anhänger (und mehr!) für Weihnachten aus Salzteig herstellt und beschreiben hier, wie es geht:

Man benötigt:

2 Tassen Mehl

1 Tasse Salz

1 Tasse Wasser

und 1 Esslöffel Öl

TIPP: Wenn man eine halbe Tasse Mehl durch eine halbe Tasse Stärke ersetzt, wird der Teig noch geschmeidiger und ist leichter zu verarbeiten!

Aus diesen Zutaten stellt man einen Teig her- das kann mit elektrischen Rührhaken oder einfach mit den Händen geschehen. Falls die Masse doch noch klebrig ist, muss man einfach noch etwas mehr Mehl dazu geben.

Dieser Teig ist nun einfach zu verarbeiten. Man rollt ihn aus und sticht mit üblichen Plätzchenformen die gewünschten Anhänger aus. Man kann aber auch aus kleinen Salzteigrollen zB Brezel herstellen.

 

TIPP: Wenn man vor dem Ausstechen eine Klarsichtfolie über den Salzteig legt und DURCH die Folie sticht, werden die ausgestochenen Formen an den Kanten rund und nicht kantig. Das sieht sehr schön aus... probiert es einfach mal aus!! Man sieht den Unterschied auf dem 3. Bild.

 

TIPP: Man kann zB. getrocknete Nelken in die ausgestochenen Formen drücken und mit backen. Dies kann zur Dekoration dienen - und bringt einen herrlichen Duft nach Nelken mit sich!! Meine Kollegin Sandra hat einen solchen Anhänger, der schon 13 Jahre alt war, mitgebracht.. und er duftete tatsächlich immer noch!

 

TIPP: Durch das Einwalzen von zB Spitzendeckchen oder Pflanzen ist es möglich, ganz einfach sehr schöne Muster auf dem Anhänger zu erzeugen!

 

TIPP: Nicht die Löcher für die spätere Aufhängung vergessen. Man kann diese mit einem kleinen Spieß oder Strohhalm stechen.

 

TIPP: Wir haben den Teig mit einer Stärke von ca. 5 mm ausgerollt... wenn ihr das dicker macht, muss man entsprechend länger backen. Es kann auch passieren, dass sich - wenn der Teig zu dick ist- auf der Rückseite Dellen bilden, ACHTUNG !

 

TIPP: Arbeitet die ganze Zeit auf Backpapier, dann klebt nichts fest.....

TIPP: Wenn man keine Lust auf das pure Ausstechen hat, kann man auch aus Salzteigwürsten ganze Worte formen. Diese können in Natur oder lackiert  einfach auf kleine Nägel an die Wand gehängt werden.

So kann man auch Botschaften für Türen gestalten.. und zB. Willkommen oder Frohes Fest schreiben.

Die Buchstaben müssen einfach nur an möglichst vielen Stellen miteinander durch leichten Druck verbunden werden. Es ist zudem hilfreich, die Verbindungsstellen noch mal mit etwas Wasser einzupinseln, um den Teig an der Stelle noch etwas mehr miteinander zu verbinden.

Wenn ihr alles fertig habt, werden eure Werke auf Backpapier im Backofen gebacken!

Es gibt unterschiedliche Angaben dazu zu finden. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, wenn man zunächst alles (bei Umluft) 30 min lang bei 50 Grad bäckt... und dann noch mal für 60 min bei 100 Grad. Es ist sinnvoll, immer mal die Ofentür zu öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Die Salzteigkunstwerke sind fertig, wenn auch die Unterseite fest geworden ist.

Nachdem alles ausgekühlt ist, können die kleinen Werke bemalt werden. Dies geht mit sehr vielen Farben, d.h. zB. mit Wasserfarbe oder auch mit Acrylfarben. Wer möchte, kann dann diese auch gern noch mit Klarlack lackieren. Das bringt mehr Glanz und macht die Anhänger noch haltbarer.

TIPP: Sehr schön sieht es aus, wenn man Metallfarben benutzt. Hier empfehle ich die sog. Maya Farben von der Firma Viva, die in Bastelläden erhältlich ist. Sie ist wasserfest, glänzt wirklich schön und ist in verschiedenen Tönen ( Gold, Silber, Bronze, etc.) erhältlich.

töpfern to go - Kerzenständer

Anleitung

Wir brauchen: Ein Brett als Unterlage, ein Messer, eine Gabel, eine Sternen-Ausstechform, einen Pinsel, einen kleinen Teelöffel, ein kleines Gefäß mit Wasser und etwas Schlicker.

Schlicker ist unser "Klebstoff" und besteht nur aus Ton und Wasser. Einfach etwas Ton einem kleinen Topf mit Wasser zu einer breiähnlichen Konsistenz vermischen - und fertig.

Zunächst formen wir aus dem Ton einen kompakten Kegel -ähnlich wie ein Zuckerhut.

Wichtig ist immer, dass keine Luftblasen irgendwo eingeschlossen sind, denn das kann zum Platzen führen!

Wenn wir mit der Form zufrieden sind, beginnen wir (mithilfe des kleinen Teelöffels) mit dem Aushöhlen des Kegels. Dies ist wichtig, damit beim Brand keine Spannungen entstehen, was ebenfalls zum Platzen führen kann. Die Wandstärke sollte ca. 1,5 cm betragen. Wichtig ist. dass der untere Rand heile bleibt, damit unser Kerzenständer später gut steht.

Nach dem Aushöhlen schlagen wir den Ton, den wir aus dem Kegel geholt haben, fest zusammen. Da hier unweigerlich Luft dazwischen ist, muss das gründlich passieren. Sobald der Ton wieder "dicht" ist, klopfen wir ihn auf eine Dicke von ca. 8 bis 10 mm. Man kann auch eine Küchenrolle zu Hilfe nehmen. Aus diesem Stück wird der Stern gestochen. Die Stärke ist wichtig, damit der Stern nicht zu dünn wird und sich dann ggf. beim Brand verbiegt.

Jetzt wird unser Kegel "geköpft". Wir schneiden mit dem Messer die obere Spitze gerade ab.

Nun wird der Stern auf den abgeschnittenen Kegel geschlickert. Dies bedeutet, dass wir beide Verbindungsstellen mit der Gabel anrauhen (dann zieht der Schlicker besser ein), und dick Schlicker auftragen. Dann pressen wir beide Teile fest zusammen. Der Schlicker, der herausquillt, wird mit dem Finger oder dem Pinsel weg genommen.

Nun formen wir aus der abgeschnittenen Kegelspitze den Kerzenhalter. Dazu drücken wir einfach mit dem Daumen ein Loch in die flache Seite und formen dies so lange, bis es uns gefällt. Bei der Größe des Lochs ist zu beachten, dass der ganze Kerzenständer durch das Trocknen und Brennen ca. 10 % schrumpft. Wenn eine spezielle Kerze passen soll, nehmt diese dazu.. und macht das Loch aber etwas größer.

Wenn wir mit der Form zufrieden sind, schlickern wir die Spitze auf den Stern. Dies bedeutet wieder: Anrauhen und Schlicker als Klebstoff dazwischen streichen. Überschüssiger Schlicker wird wieder mit dem Pinsel entfernt.

Jetzt ist die Grundform fertig - und die individuelle Gestaltung kann beginnen. In diesem Fall habe ich unten ein Muster mit der Gabel gekratzt und kleine Halbkugeln aus den noch vorhandenen Resten geformt und angeschlickert.

Auf dem Bild mit den zwei fertigen Kerzenhalten hat einer ein Gesicht bekommen.. und einer ein abstraktes Muster. Hier kann nun jeder das machen, was er möchte. Falls ein Gesicht gemalt werden soll, können zB mit dem Teelöffel kleine Abdrücke für die geschlossenen Augen gemacht werden. Es können für die abstrakten Muster auch noch andere Werkzeuge genutzt werden...probiert das einfach aus.

Wichtig: Bitte vergesst nicht, unter den Kerzenständen euren Namen deutlich zu kratzen, damit wir später keine Verwechselungen haben!

Da jetzt fest steht, dass die Kunstschule für den Regelbetrieb im Dezember geschlossen bleibt, werde ich diese für alle glasieren.

Kerzenständer mit einem abstrakten Muster erhalten eine weiße Glasur; bei Kerzenständern, die ein Gesicht haben, wird dieses von mir nachgemalt (Augen und Wangen) und mit einer Transparentglasur versehen.

Die Annahme der getrockneten  Kerzenständer erfolgt zu folgenden Zeiten in der Kunstschule:

Dienstag, den 1. Dezember: 15 bis 18  Uhr
Mittwoch, den 2. Dezember, 16 bis 19 Uhr
Donnerstag, den 3. Dezember, 17 bis 21 Uhr

töpfern to go.... der schlafende Fuchs

Wir benötigen:

Ein Holzbrett als Unterlage, ein Messer, eine Gabel und einen Teelöffel, zudem einen Pinsel, ein Gefäß mit Wasser und eine kleine Untertasse für Schlicker. Hilfreich wäre noch eine Digitalwaage.... falls die nicht vorhanden ist, geht es aber auch mit geschätztem Augenmaß.

Von der Gesamtmenge (ca. 1100 Gramm) teilen wir ca. 1/5 (d.h. ca. 220 Gramm) für den Kopf ab und legen ihn beiseite. Es ist immer gut, den Ton, der gerade nicht gebraucht wird, mit einem feuchten Tuch zu bedecken, damit er nicht austrocknet. Aus dem größeren Stück formen wir den Körper. Der sieht aus wie ein flaches Ei, das auf einer Seite etwas flacher ist.

Rührt  auf der Untertasse etwas Schlicker zusammen.  Das unser Klebstoff für alle Teile, die später miteinander verbunden werden sollen. Nehmt einfach etwas Ton und Wasser bis eine breiartige, feuchte Masse entsteht.

Wenn der Körper die Form hat, die uns gefällt, nehmen wir ihn hoch und höhlen ihn mit dem Teelöffel aus. Die Wandstärke soll ca. 1.5 bis max 2 cm betragen. Sollte es passieren, dass man aus Versehen ein Loch macht, ist das nicht schlimm. Dann wird einfach wieder etwas feuchter Ton von innen gegen das Loch gedrückt und so verstrichen, dass man nichts mehr sieht.

Aus dem Ton, den wir aus dem Körper geholt haben, machen wir den Schwanz (bei mir war das zu viel Ton für den Schwanz - ich habe ca. 230 Gramm für den Schwanz benutzt). Der Rest wird an die Seite gelegt.

WICHTIG: Wenn wir mit Resten arbeiten, wie zB jetzt mit dem Ton aus dem Körper, ist es ganz wichtig, dass dieser sehr intensiv geknetet (oder geschlagen wird) bis keine Luftblasen mehr drin sind. Wenn beim Töpfern irgendwo Luft eingeschlossen ist, platzt das Werk beim Brennen im Ofen... und vielleicht platzt auch das, was im Ofen daneben steht. Deshalb bitte ich jetzt darum, wo ich das nicht live sehen kann, sehr aufzupassen!!

Der Schwanz hat in etwa eine Form, wie eine Banane... es ist wichtig, dass dieser in der Mitte schön dick und am Ende schön spitz ist.

Der Schwanz wird hinten an den Rücken angeschlickert. Das ist wichtig, denn wenn man ihn einfach nur andrückt, fällt er beim Brennen im Ofen sofort ab. Anschlickert meint immer: Die Stellen, an denen die Verbindung hergestellt wird, mit der Gabel etwas anrauen, reichlich Schlicker auf eine oder beide Seiten streichen... und dann beide Teile fest zusammen drücken! Danach kann alles wieder schön in Form gebracht werden, was beim Anschlickern durchs Drücken aus der Form geraten ist.

Der Schwanz wird hinten so mit dem Rücken verbunden, dass man fast keinen Übergang mehr sieht. Er schmiegt sich in leichter Rundung an den Körper. Wenn das fertig ist, hebt bitte euren Fuchs vorsichtig hoch und höhlt auch den Schwanz etwas aus.

Nun wird der Kopf geformt. Bei mir entsprach das einer Tonmenge von ca. 240 Gramm. Der Kopf ist hinten rund und vorn spitz zulaufend. Als ich das heute machte, dachte ich, dass der Kopf eigentlich wie ein Fahrradsattel aussieht!

Ist der Kopf fertig, macht bitte ein Loch (nicht zu klein) an der Stelle im Körper, auf der der Kopf später aufgeschlickert wird. Dieses Loch ist sehr wichtig, damit die Luft aus dem Kopf beim Brennen durch den Körper entweichen kann!

Höhlt nun auch den Kopf aus und schickert ihn auf den Körper. Anschlickern meint wieder: Die Verbindungsstellen mit der Gabel etwas anrauen, reichlich Schlicker darauf streichen und dann die beiden Teile fest zusammen drücken.

Nun wird der Kopf auf den Körper "zur Anprobe" gelegt... und wenn das alles gut aussieht, kann er angeschlickert werden. Der Kopf wird hinten so mit dem Körper verbunden, dass es keine "Rille" mehr zwischen Körper und Kopf gibt.. das geht ineinander über. Ich habe dazu kleine dünne Würste gemacht und zwischen Körper und Kopf geschlickert und verstrichen. Mit einem Pinsel kann man die Übergänge rund um den Kopf schön glatt machen.

Jetzt kommen die Ohren. Bei meinem Fuchs besteht ein Ohr aus ca. 8 Gramm Ton.

Formt kleine spitzte Dreiecke und biegt sie so, dass eine kleine Höhlung entsteht. Haltet die Ohren an den Kopf.. und wenn ihr mit der Position zufrieden seid, schlickert ihr die Ohren gut fest!  Alles was absteht, ist immer gefährdet.. bei unserem Fuchs sind das die Ohren. Drückt sie also mit genug Schlicker schön fest. Wichtig ist, dass sie dabei eine schöne Spitze behalten.

Wenn ihr die Ohren angeschlickert habt, nehmt euren Fuchs bitte hoch und schreibt euren Namen ( Vorname und abgekürzter Nachname) unten in den Rand. Macht dies bitte mit der etwas dickeren Rückseite des Messers, damit es wirklich gut zu lesen ist.

Nachdem der Name eingeritzt ist, macht noch mit dem Messer oder einem anderen Werkzeug (ich habe die Rückseite meiner Gabel benutzt) die Augen. Dies sind einfach nur Schlitze, die vorn zur Nase hin, etwas breiter sind, als hinten.

Wenn man möchte, kann man den Schwanz mit der Gabel oder dem Messer so einritzen, dass es ein buschiger Schwanz wird!

… und FERTIG!

Jetzt muss eurer Fuchs nur noch trocknen.. und sobald wir uns wiedersehen, könnt ihr ihn zum Brennen mitbringen. Beim Transport müsst ihr, wenn es soweit ist, gut aufpassen, denn getrocknet aber noch nicht gebrannt sind getöpferte Figuren immer sehr empfindlich.

Ich bin wirklich sehr gespannt, ob das alles so klappt.. und wie eure Füchse aussehen!

Muttertagsgeschenk

Für diesen liebevoll und in vielen Varianten zu bastelnden Blumentopf zu Muttertag wird folgendes benötigt:

Buntes Papier (im Idealfall in braun, grün und rot) - falls das nicht da ist, kann auch weißes Papier entsprechend bemalt werden, Klebstoff, Schere, Bleistift, Finliner, Geodreieck, ein kleines Stück festes Papier oder Pappe, ein Locher, ein Band für die Schleife und evt. noch masking-Tape zur Verzierung

Los geht's: Knickt bitte das DINA 4 große, braune Papier in der Mitte und zeichnet einen Blumentopf so auf, dass die Unterseite genau auf dem Knick liegt. Mein Topf hat unten eine Breite von 8 cm und oben 14 cm. Die Höhe beträgt 13 cm. Schneidet eure Topf dann so aus, dass er an der Unterseite zum Aufklappen ist.

Jetzt schneidet ihr aus dem grünen Papier eure Blumenstengel aus... meine sind ca. 12 cm lang.

Jede Blüte besteht aus drei tropfenförmigen Blättern. Wenn ihr das ganz exakt machen wollt, nehmt ein Stück festes Papier oder Pappe und macht euch eine Schablone für das einzelne Blatt. Dann könnt ihr diese als Vorlage für alle Blätter nehmen und eure Blumen werden ganz gleichmäßig.

Knickt nun zwei von drei Blütenblättern in der Mitte um und klebt diese seitlich auf das dritte - nicht geknickte - Blatt. So bekommt ihr eine schöne 3-D Blüte.

Klebt nun die grünen Stengel in  euren Topf und Blüten auf die Stengel.

Schreibt anschließen eure Botschaft für Mama oder Oma in den Topf!

Ihr könnt eure Botschaft noch weiter verzieren, z.B. mit Herzen (ausgeschnitten oder gemalt).

Klappt euren Topf nun zu und schreibt, wenn ihr wollt, auf die Vorderseite: Zum Muttertag! Ihr könnt hier eurer Fantasie freien Lauf lassen. Vielleicht malt ihr noch ein Muster auf den Topf - oder klebt (wie in meinem Beispiel) noch masking tape auf. Das könnt ihr alles so machen, wie es euch am besten gefällt.

Zum Schluss zieht ihr ein schönes Band durch die seitlich gestanzten Löcher und verschließt das vorn mit einer Schleife.

Fertig!

Viel Freude beim Verschenken!

Fleckenmonster

Fleckenmonster

Dies ist eine sehr kreative Idee von Mailyn Galindo für Kinder im Alter von 5 bis 9 Jahren.

Ihr braucht:

Papier - im Idealfall Aquarellpapier.... falls das nicht da ist, nehmt möglichst dickes Papier damit es sich nicht wellt

Wasser- oder Aquarellfarben

Einen Edding oder Kugelschreiber

Malt zunächst bunte Flecken auf euer Papier. Achtet darauf, dass sie sich nicht berühren, dass ihr genügend Platz für spätere Details lasst und dass sie sich in den Formen deutlich unterscheiden.

Schaut euch diese Details von Augen, Nasen, Mäulern, etc. an... und kombiniert diese mit euren Flecken. Denkt euch selbst weitere Merkmale aus!

Habt viel Spaß damit!!!

Mein wachsender Bohnengarten

Ein Projekt von Sandra Neuhaus für Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren!

Es macht sehr viel Spaß zuzusehen, wie eine Pflanze wächst. Und bei Bohnen gelingt das besonders gut, denn sie sind wahre Schnellwachser!
Beachtet, dass sie nur gegart verzehrt werden dürfen, im rohen Zustand sind sie giftig.
Für Euren eigenen kleinen Garten benötigt ihr:
Ein sauberes Glas, so groß wie möglich (z.B. Weckglas, Gurkenglas…), Erde, Bohnensamen, Dekoration nach Belieben (ich habe eine Schleichfigur und etwas Moos, kleine Steine, trockene Pflanzen und Stöckchen verwendet) und Wasser
Später noch: Schaschlikspieße oder dünne Stöckchen als Rankhilfe
Befüllt Euer Glas ca. 5cm mit Erde. Danach gießt die Erde vorsichtig, so dass sie schön feucht ist. Anschließend drückt Ihr ein paar Bohnenkerne mit etwas Abstand zueinander hinein.
Die Samen werden jetzt mit Erde zugedeckt (so ca. 1-2cm) und das Ganze wiederum vorsichtig gegossen. Jetzt könnt Ihr Euren Garten dekorieren. Zum Beispiel mit einer kleinen Figur aus Eurer Spielkiste. Ich habe noch ein bisschen Moos, trockene Blumen und Stöckchen (habe ich alles auf der Wiese beim Spaziergang gefunden) in das Glas gegeben, damit meine „Gärtnerin“ beim Warten auf die Bohnen nicht nur auf der nackten Erde steht.
In den nächsten 3-4 Tagen könnt Ihr das Glas oben mit einem Deckel abdecken, damit die Feuchtigkeit darin erhalten bleibt. Ein paar mal täglich sollte der Deckel zum Lüften abgenommen werden.
Schon in wenigen Tagen könnt Ihr beobachten, wie Eure Bohnen aus der Erde sprießen! Sind sie so hoch wie Euer längster Finger, benötigen sie bald eine Rankhilfe, an der sie sich festhalten können.
Viel Freude damit!
Corona-Monster-Wand

Eine Ideen von Ferdinand (7) und Oskar (5) für Kinder im Alter von 5 bis 9 Jahren

Ihr braucht:

Eine große Pappe, einen Bleistift zum Vormalen, Farben zum Ausmalen, eine Schere oder einen Cutter zum Ausschneiden und  Softbälle zum Werfen.

Zeichnet zunächst eure Corona-Monster-Vieren oder sonstige Kreaturen auf die Pappe. Malt diese dann mit Farbe so an, wie es euch gefällt.. und schneidet dann (lasst euch dabei bitte von Erwachsenen helfen!!!) die Mäuler aus, damit diese als Tor für eure Bälle dienen können.

Viel Spaß damit - und vielen Dank an Ferdinand und Oskar für diese Idee!

 

Ausmalbilder

Eine Idee von Mailyn Galindo für Kinder im Alter von 5 bis 9 Jahre

Die Illustratorin Mailyn Galindo hat für Euch Vorlagen zum Ausmalen gezeichnet... vielleicht sind ja bald alle Malbücher voll!!?

 

Der Download und Druck der Malvorlagen ist von ihrer Website aus möglich:

Ausmalbilder von Mailyn Galindo

Schickt uns eure Bilder! Danke!

Schweinchen zeichnen / allein oder im Comic

Eine Idee von Mailyn Galindo für Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahre. Das Schwein ist auch für kleine Kinder möglich... das Comic möglicherweise erst für Kinder ab ca. 8 Jahre.

Mailyn, einige von euch kennen Sie durch die Comic- und Fimokurse, oder auch vom Kindergeburtstag, hat extra für Euch ein Video gedreht. Darin zeigt sie Schritt für Schritt, wie man ein kleines Schweinchen zeichnet. Dies könnte die die Grundlage für ein Comic sein. Wenn ihr das machen möchtet, lest hier weiter bis zu Ende.

Ihr seht in dem Video wie es mit wenigen Strichen möglich ist, den Gesichtsausdruck zu verändern. Sie zeigt euch, wie man an trauriges, erkältetes, saures oder glückliches Schwein zeichnet. Probiert es einfach mal aus! Diese Technik kann man natürlich auch auf andere genzeichnete Tiere - oder Figuren übertragen!

Wie man ein Schwein zeichnet

Wer jetzt Lust hat, dieses Schwein in einem Comic zu zeichnen, kann sich gern durch den folgenden Kurzfilm inspirieren lassen. Versucht, den Film in einen Comic umzusetzen!

Legt dabei zunächst fest, wie viele der Versuche, an Kekse zu kommen, ihr malen wollt. Zeichnet nicht alle - das wird zu lang! Ihr müsst euch beim Comiczeichnen auf die wichtigen Punkte der Geschichte konzentrieren. Legt am besten zunächst eine Liste an: Was soll in Kästchen 1, 2, 3 usw. passieren, macht eine Art Drehbuch. Danach wisst ihr genau, wie viele Kästchen ihr braucht und wie groß euer Blatt sein muss.

Im Film ("Schwein will Kekse") gibt es nur Musik aber keine Sprache... nehmt diese aber gern noch hinzu. Malt Sprechblasen mit Worten wie "Oh nein", "Hilfe" ,"das gibt's doch nicht", "Aua" oder ähnlichen Ausdrücken. Zum typischen Comic wird eure Geschichte durch die typischen Sprechblasen... beispielsweise gezackte Blasen für laute Rufe oder Schreie. Es kann hilfreich sein, ein Comic, das ihr zuhause habt, dazu zu nehmen, um weitere typische Zeichenelemente zu übernehmen (zB. kleine Wölkchen, wenn jemand ganz schnell los läuft, Bewegungsstriche, wenn jemand hoch springt, große Ausrufzeichen in Sprechblasen)

Es kann auch hilfreich sein, das Video "Schwein will Kekse" immer mal zu stoppen... und das Standbild als Vorlage zu nehmen. Ein herrliches Bild ist zB. als das Schwein in der Luft fliegt und die Kekse entdeckt und quasi riecht  :)

Viel Spaß wünschen euch Mailyn und Marion!

Das Video als Vorlage für euer Comic findet ihr hier:

Schwein will an Kekse

Bunte Fische

Bunte Fische

Ein Projekt von Sandra Neuhaus für Kinder im Alter von 5 bis 9 Jahren

Ihr braucht dazu:

- eine leere Klopapierrolle als Körper
- farbiges Papier für die Flossen und Maul (Flossen klappen auch gut aus alten Pappschachteln, die ihr anmalen könnt)
- Material für die Augen (z.B. Reißzwecken, Perlen, Korkscheibchen...)
- Kleber, Schere und Bleistift (diesen zum Vorzeichnen der Flossen)
- Malunterlage (Zeitung o.ä.), Pinsel, Farbkasten oder andere wasserverdünnbare Farben (+eventuell eine Palette) sowie einen Behälter für Wasser
- Hilfreich (aber kein Muss) ist eine Wäscheklammer zum Fixieren der angeklebten Teile
Startet mit dem Bemalen und Verzieren der Klorolle.
Lasst immer alles gut trocknen bevor ihr übermalt. Mir macht es besonders viel Freude, wenn ich "Ton in Ton" arbeite, also
sich die Farben des Körpers und der Flossen ähneln.
Zeichnet die Schwanz- und Seitenflossen auf Papier oder Pappe vor und schneidet die Formen aus.
Ebenso den Streifen für das Fischmaul.
Diesen Streifen klebt ihr um ein Ende der Rolle. Eine Weile gut andrücken oder diese Arbeit eine fleißige Wäscheklammer machen lassen :-).
Das andere Ende der Rolle drückt ihr platt aufeinander und knickt die beiden entstehenden Ecken ca. 1cm um.
In den entstandenen Schlitz wird jetzt die Schwanzflosse gesteckt und mit Kleber fixiert.
Auch die Seitenflossen können nun am oberen Rand angeklebt werden.
Zum Schluss klebt ihr noch die Augen (schön seitlich, wie es bei Fischen so ist!) an und schneidet den hinteren Teil der Schwanzflosse in schmale Streifen.
 
Fertig! Ich bin sehr gespannt auf Eure Fische! :-)
Salzteigschäfchen für die Osterdekoration

Salzteigschäfchen für die Osterdekoration

Ein Angebot von Marion Herzberg für quasi alle!

Mit Salzteig können auch die Guppys (unsere drei- und vierjährigen Kinder) schon formen... und natürlich ist es perfekt für alle Kinder, Jugendlichen aber auch Erwachsene. Diese Schäfchen sehen super süß am Osterstrauß aus... und können jedes Osterpaket durch etwas ganz Persönliches bereichern!

 

Ihr braucht dazu:

2 Tassen Mehl, 1 Tasse Salz, 1 Tasse Wasser und ca. 2 Teelöffel Öl.

Aus diesen Zutaten bitte einen Teig kneten. Das Öl ist dazu da, das der Teig geschmeidig wird. Wenn es beim Kneten zu viel klebt, muss mehr Mehl dazu gegeben werden.

Fangt dann mit dem Körper an - d.h. formt ein Oval aus Salzteig. Die Dicke beträgt ca. 5 mm. Anschließend kommt der Kopf - ebenfalls ein Oval- die Ohren und das Schwänzchen. Bei den Beinen ist es wichtig, dass ihr die Vorder- und die Hinterbeine jeweils eng zusammen setzt, damit wir in der Mitte genug Platz habe, die Wolle später um den Bauch zu wickeln!

Die einzelnen Teile werden einfach nur zusammen gedrückt. Man kann mit den Fingern und etwas Wasser die Verbindungsstellen noch vorsichtig nachreiben - dann wird es etwas schöner und man sieht die Nähte nicht mehr.

Die fertigen Schäfchen dürfen auf dem Backblech nicht zu nah beieinander liegen, da sie ansonsten zusammen backen können. Lasst einen Abstand von mind. 1 cm.

Ich habe das Blech im Umluftofen zunächst 30 min bei 50 Grad gebacken (bitte immer mal die Ofentür kurz öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann) und dann noch mal 60 min bei 100  / 120 Grad (je nach Ofen). Salzteig mag keine zu große Hitze. Die Werke sind fertig, wenn sie auch auf der Unterseite fest geworden sind.

 

Nach dem Backen lasst ihr die Schäfchen auskühlen und könnt sie dann mit Wolle umwickeln: Lasst am Anfang einen ca. 10 cm langen Faden übrig - dieser kann dann zur Aufhängung mit dem Ende des Fadens verknotet werden!

Noch Tipps:

Falls ihr keine Wolle zuhause habt... kann vielleicht ein alter Pullover oder eine alte Socke (nur in Absprache mit den Eltern!!!) aufgeribbelt werden.

Salzteig kann auch prima bemalt werden! Nehmt dafür Bastel-, Plaka- oder Wasserfarben.

Für die Kleinsten: Falls es doch zu schwierig ist: Salzteig ist prima geeignet, um Anhänger mit Plätzchenformen auszustechen!

Der Aquarell-Hase

Der Aquarell-Hase

Ein Vorschlag von Marion Herzberg für Kinder und Jugendliche ab ca. 9 Jahren, d.h. für meine "größeren" Kinder.
Wenn es die jüngeren Kinder aber auch mal probieren möchten: sehr gern! (Das geht dann auch mit Wasserfarbe, falls ihr keine Aquarellfarben habt.)

 

Ihr braucht Aquarellpapier (anderes Papier wellt sich einfach zu stark), Aquarellfarben, Wasser, Pinsel, ein Testpapier, auf dem ihr die Farben und ihre Intensität ausprobieren könnt und einen  Schwamm oder ein Taschentuch, um Farbe oder Wasser weg zu tupfen.

Zunächst macht ihr bitte eine Zeichnung vom Hasen. Ich habe die Linien stark nachgezogen, damit ihr das gut sehen könnt. Macht ihr die Linien bitte nicht so stark.. wir machen ja keine Bleistiftzeichnung, sondern ein zartes Aquarell. Nach dem Foto habe ich die Linien auf meinem Bild wieder mit dem Radiergummi bearbeitet und fast unsichtbar gemacht.

In der Mitte des Bildes befindet sich die Nase - fangt damit an!

 

Fangt dann ganz zart mit der Farbe an.. zunächst mit einem hellen Beige. Ihr müsst, so wie wir das im Kurs ja auch immer gemacht haben, ein Aquarell in verschiedenen Schichten aufbauen. Wenn man den typischen Aquarell-Effekt möchte, d.h. das Ineinanderlaufen von Farben, dürfen angrenzende Farbflächen noch feucht sein, Wenn man das Ineinanderlaufen vermeiden will, MUSS die angrenzende Fläche trocken sein. Das ist zB, bei der Nase oder den Augen wichtig. Legt nun eine Farbschicht auf die andere.. und lasst auch mal weiße Stelle frei. Das macht das Bild später "leicht" und weniger "kompakt".

 

Ganz am Ende malt ihr die Augen ( denkt daran, eine kleine Stelle im Auge - die "Reflektion" - weiß zu lassen), die Nase und die Schnurrhaare (gaaaaanz zart!) Wer da unsicher ist, malt diese mit einem sehr gut gespitzten Bleistift.

… und noch ein Hinweis: Egal ob ihr den Hasen als Miniatur mal (so wie wir die Nußknacker vor Weihnachten gemalt haben) oder auf ein DIN A4 oder ein DIN A3 Blatt... der Hase sollte das Format möglichst gut ausfüllen. Natürlich könnt ihr noch einen Hintergrund hinzufügen, wenn ihr das wollt. Achtet dann aber darauf, dass dieser nicht zu kräftig und dominant wird -euer Hase soll die Hauptfigur des Bildes bleiben.

… und noch eine letzte Idee: Malt den Hasen auf eine Aquarellpostkarte und schick diese an einen Freund oder an Verwandte, die ihr gerade nicht besuchen könnt.

Viel Freude damit - und schickt mir eure Bilder (digital)! Danke!